Wie ich meine Schreibstimme entdeckte – und warum ich heute Intuitiv Schreiben lehre
- hoernerkatrin
- 27. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. März
Schon als Kind liebte ich es zu malen und zu schreiben. Noch bevor ich in die Schule kam, gestaltete ich kleine handgeschriebene Bücher, die ich selbst illustrierte. Ich las alles, was mir in die Finger kam, schrieb immer weiter Geschichten, führte Zeit meines Lebens ein Tagebuch. Es ist nicht verwunderlich, dass ich Kunst- und Literaturgeschichte studierte und über 30 Jahre als Journalistin und Redakteurin arbeitete. Ich veröffentlichte buchstäblich Tausende Artikel, dazu drei Sachbücher, verfasste Dutzende Kurzgeschichten und einige Romanfragmente.
Meine Sachtexte waren professionell, allerdings blieb ich immer unzufrieden mit allem, was ich kreativ schrieb. Ich hatte das Gefühl, meine eigene Stimme nicht gefunden zu haben. Meine Texte lasen sich zwar flüssig und waren gut formuliert, doch erschienen sie mir sachlich und distanziert.
Ganz anders wirkten meine Geschichten, Figuren, Dialoge, die in meinem Kopf entstanden, während ich in der Natur unterwegs war, im Garten arbeitete oder im Weiher schwamm. Dann entwickelten sich spontan lebensechte Persönlichkeiten, authentische Szenen und Gespräche. Wenn ich diese Ideen später zu Papier brachte, klangen sie doch wieder sachlich und konstruiert.
Es war zum Verzweifeln!
Dann kam eine Zeit großer Umbrüche in meinem Leben. Meinem Tagebuch konnte ich all meine Gedanken und Gefühle, Zweifel und Ängste anvertrauen. Wenn ich später Einträge wieder las, fiel mir auf, wie echt meine Worte klangen. Ich konnte meine eigene Stimme in dem Geschriebenen hören. Meine Erinnerungen und Gedanken wirkten eindringlich und wahr. Wenn ich doch diese Wahrhaftigkeit auch in meinen kreativen Texten ausdrücken könnte!
Ich entdeckte meine Schreibstimme und intuitiv schreiben
Ich beschäftigte mich mit dem Thema, las einige Ratgeber über Kreativität und stieß auf das Buch „Schreiben in Cafés“ der Autorin Natalie Goldberg. Sie plädiert für Schreiben aus dem Moment, aus dem Bauch heraus, ohne nachzudenken.
Von ihr angeregt übte ich mich darin, intuitiv zu schreiben, also mein Unterbewusstsein arbeiten zu lassen.
Beim intuitiven Schreiben vertraust du darauf, dass die Worte von selbst kommen, ohne sie zu planen oder zu hinterfragen. Es ist eine Methode, um direkt aus dem Unterbewusstsein zu schreiben, ohne den Verstand als Filter einzusetzen. Du lässt deinen Gedanken freien Lauf zu lassen, ohne sie zu bewerten oder zu korrigieren. So entstehen wahrhaftige Texte, wie nur du sie schreiben kannst.
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